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Fortbildung

Fortbildungsabend: Digitale Implantatprothetik und Implantatberatung

Ein Abend rund um digitale Implantatprothetik, computergestützte Implantatplanung und überzeugende Beratung – mit zwei Referenten und Gästen aus Oralchirurgie und Implantologie in Berlin.

Fortbildungsabend: Digitale Implantatprothetik und Implantatberatung

In unserer Praxis für Oralchirurgie und Implantologie am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte war es uns eine besondere Freude, Kolleginnen und Kollegen zu einem Fortbildungsabend zu begrüßen. Eingeladen waren Oralchirurginnen und Oralchirurgen, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie überweisende Praxen aus dem implantologischen Umfeld – für einen Abend mit fachlichem Austausch, praxisnahen Impulsen und guten Gesprächen.

Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die in der modernen Implantologie eng zusammengehören: die digitale Implantatprothetik und die Beratung der Patientinnen und Patienten. Beide entscheiden mit darüber, ob aus einem Zahnimplantat am Ende ein festsitzender, langlebiger und ästhetischer Zahnersatz wird.

Warum digitale Implantatprothetik?

Die Implantologie hat sich in den letzten Jahren von analogen Abformungen und Gipsmodellen hin zu einem durchgängig digitalen Workflow entwickelt. Statt Abdrucklöffel und Abformmasse kommt heute der Intraoralscanner zum Einsatz; die Knochensituation wird per 3D-Röntgen (DVT) beurteilt, die Implantatposition am Computer geplant und der Zahnersatz im CAD/CAM-Verfahren gefertigt.

Der Gewinn ist für Behandler wie Patienten spürbar: präzisere Planung, weniger Sitzungen, angenehmere Abformung ohne Würgereiz und ein vorhersagbares, ästhetisches Ergebnis.

Die Referenten

Priv.-Doz. Dr. med. dent. Stefano Pieralli
Referent

Priv.-Doz. Dr. med. dent. Stefano Pieralli

Charité – Universitätsmedizin Berlin

„Digital statt analog: neue Wege in der Implantatprothetik“

Priv.-Doz. Dr. Pieralli von der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigte eindrucksvoll, wie digitale Arbeitsabläufe die Implantatprothetik präziser, vorhersagbarer und komfortabler machen – von der intraoralen Aufnahme über die computergestützte Implantatplanung und die schablonengeführte Implantation (Guided Surgery) bis zur CAD/CAM-gestützten Fertigung von Krone, Brücke oder Steg.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Backward Planning: Hier wird zuerst das gewünschte prothetische Ergebnis festgelegt und die Implantatposition anschließend rückwärts daraus abgeleitet. So steht am Anfang nicht das Implantat, sondern der spätere Zahn – die Voraussetzung für festsitzenden Zahnersatz, der funktioniert und natürlich aussieht.

Vom Scan zur Krone: der digitale Workflow

Anschaulich wurde der Weg einer Versorgung Schritt für Schritt nachgezeichnet:

  • 3D-Diagnostik (DVT): millimetergenaue Beurteilung von Knochenangebot und wichtigen Strukturen wie Nerv und Kieferhöhle.
  • Digitale Abformung: der Intraoralscanner erfasst die Situation kontaktarm, schnell und ohne klassische Abformmasse.
  • Virtuelle Planung: Implantatposition, Achse und Tiefe werden am Computer festgelegt – abgestimmt auf das prothetische Ziel.
  • Geführte Implantation: eine Bohrschablone überträgt die Planung präzise in den Mund – schonend und vorhersagbar.
  • CAD/CAM-Fertigung: Krone, Brücke oder Steg entstehen digital konstruiert und passgenau.

Dort, wo es die Ausgangslage erlaubt, lassen sich Schritte zusammenfassen – bis hin zur Sofortversorgung, bei der Patientinnen und Patienten den festen Zahnersatz zeitnah erhalten.

Stephanie Gruß
Referentin

Stephanie Gruß

Coaching-Atelier

„Implantatberatung, die den Unterschied macht – mit System zum Erfolg“

Stephanie Gruß vom Coaching-Atelier richtete den Blick auf die Implantatberatung: Wie gelingt ein strukturiertes, wertschätzendes Beratungsgespräch, das Vertrauen schafft und Patientinnen und Patienten sicher zur richtigen Entscheidung begleitet? Denn selbst die beste chirurgische und prothetische Planung entfaltet ihren Wert erst, wenn Menschen sie verstehen und ihr vertrauen.

Themen waren unter anderem die verständliche Aufklärung über Behandlungsalternativen, der Umgang mit Kosten und Fragen sowie die einfühlsame Begleitung von Angstpatientinnen und Angstpatienten – ein Anliegen, das uns in der Praxis besonders am Herzen liegt.

Was das für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet

Für Sie als Patientin oder Patient zahlen sich diese Entwicklungen unmittelbar aus: Ein Zahnimplantat in Berlin planen wir bei uns präzise am 3D-Röntgen, setzen es – wo möglich – schablonengeführt und schonend und versorgen es mit passgenauem, festsitzendem Zahnersatz. Weniger Sitzungen, mehr Vorhersagbarkeit und ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann – von der einzelnen Zahnlücke bis zum zahnlosen Kiefer.

Ein gelungener Abend – und ein starkes Netzwerk

Die Verbindung aus klinischer Präzision und überzeugender Kommunikation traf genau den Nerv des Abends. Wir danken den beiden Referenten für die inspirierenden Vorträge und allen Gästen für den regen Austausch.

Solche Fortbildungen sind uns wichtig: Sie halten uns fachlich auf dem neuesten Stand, stärken das Netzwerk unter spezialisierten Praxen und überweisenden Kolleginnen und Kollegen – und kommen am Ende vor allem unseren gemeinsamen Patientinnen und Patienten zugute.

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